Geld per Post verschicken

Geld mit der Post verschicken, ist das sinnvoll? Mögliche Gründe hierfür gibt es genügend. Sei es eine Geburtstagskarte mit Geldscheinen, etwas Taschengeld für die geliebten Enkel oder als Unterstützung einer größeren Ausgabe (Führerschein, Umzug, Reparatur usw.). Auf jeden Fall lässt sich nicht abstreiten, dass das Versenden des Geldes per Brief sehr unbürokratisch ist und immer noch gerne genutzt wird.

Geld versenden mit der Post

Grundsätzlich sollte man wissen, dass das Geld versenden laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (Stand Februar 2020) der Post ausgeschlossen ist. Siehe im Abschnitt ,,Vertragsverhältnis – Begründung und Ausschlüsse‘‘ unter Punkt 6. Allerdings besteht eine Ausnahme dann, wenn der Brief über die Zusatzleistung ,,Wert National‘‘ erfolgt und sich nicht mehr als 100 Euro darin befinden. Die Versendung erfolgt also per Einschreiben.

Geld mit Post verschicken

Das Versenden selbst ist dabei sehr einfach:

  1. Du nimmst einen Briefumschlag und steckst darin das Bargeld.
  2. Dann wird bei der Post ein Einschreiben (Einschreiben Wert) ausgelöst und du erhältst eine Quittung sowie Einlieferungsbestätigung (immer aufheben).
  3. Es besteht ein Versicherungsschutz, wodurch die Post bei Verlust haftet.

Das Einschreiben Wert kostet 4,30 € plus das normale Porto von 0,80 €. Somit liegen wir bei 5,10 € an Gesamtkosten.

Geld lässt sich schneller versenden

Geht es um das reine Versenden des Geldes, dann gibt es deutlich bessere Wege als über den Postweg. Eine der einfachsten und bequemsten Möglichkeiten hierzu wäre die Onlineüberweisung, denn dort wird das Geld binnen 24 Stunden auf das jeweilige Empfängerkonto verbucht. Mit der Echtzeitüberweisung, welche viele Banken und Sparkassen inzwischen anbieten, dauert die Überweisung sogar nur wenige Sekunden und das Geld ist sofort verfügbar.

Selbst ohne Bankkonto lässt sich das Geld verschicken. Dies ist unter anderem mit Anbietern wie Western Union möglich.

Hierzu gehst du zu einem Western Union Standort in deiner Nähe, dort füllst du dann ein Formular aus und anschließend wird das Bargeld mit einer Gebühr gezahlt. Der Empfänger des Geldes muss sich ebenfalls zu einem Western Union Standort begeben, seine Identität bestätigen und das Geld wird anschließend ausgezahlt.

Du selbst kannst jederzeit den Geldtransfer nachverfolgen. Wobei es für dich auch noch bequemer geht, da die Möglichkeit bestünde, dass du das Geld überweist und das Geld dann beim Empfänger ausgezahlt wird.

Wie sicher ist das Geld verschicken per Post?

Eine sehr interessante Frage und wer sich im Internet etwas informiert, der wird mitunter erst einmal sehr überrascht sein. So gibt es unzählige Erfahrungsberichte von Leuten, welche Geld per normalen Brief oder Paket verschickt haben und das Geld ist niemals angekommen oder was besonders kurios ist, wenn die Briefe angekommen waren, aber ohne Geld.

Ich durfte genau diese Beobachtungen selbst des Öfteren in meinem Familien- und Bekanntenkreis machen. Zähle ich die verlorenen Geldbeträge zusammen, dürften da mehrere hundert Euro zusammengekommen sein. Was natürlich jedes Mal sehr ärgerlich war, da es oftmals Geburtsgasgeschenke waren.

Allerdings handelte es sich dabei stets um den normalen Briefversand ohne die Zusatzleistung des ,,Einschreiben Wert‘‘.

Warum kommt es zum Diebstahl?

Die Post als Unternehmen ist sicherlich stets bemüht, dass alle Briefe sowie Pakete beim Empfänger ankommen und das auch vollständig, dies gilt gleichermaßen für einen Großteil der Mitarbeiter. Wer jedoch etwas recherchiert, wird feststellen, dass es immer mal wieder Einzelfälle gegeben hat, wo es nicht der Fall war und da hinter der Logistik ein großer Personenapparat steht, dauert es eine ganze Weile, bis der Verursacher gefunden war.

Meine persönliche Empfehlung

Geht es um das reine Versenden von Geld, dann nutzt immer eine Banküberweisung. Es geht einfach, schnell und ist sicher. Außerdem ist es deutlich günstiger.

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Vielen Dank für die hilfreichen Tipps, aber am Ende ist es ja wirklich doch besser auf die altbewährte Methode der Überweisung zurückzugreifen, denn gerade in der heutigen Zeit wie bereits beschrieben mit den vielen Subunternhemen gibt es viele langfinger und die Gefajr, daß das Geld nicht ankommt ist einfach zu groß.

    • Vielen Dank für dein Kommentar. Ich denke auch, dass das größte Problem hierbei nicht bei der Post selbst sondern bei den Subunternehmen liegt. Aus Erfahrung weiß ich, dass schon beim Transport der Sendungen zum Teil auf Speditionen zurückgegriffen wird, was sicherlich auch ein Sicherheitsrisiko beinhalten kann, wobei ich dies jetzt keinem Unternehmen unterstellen möchte. Wie du schon sagtest, sollte man einfach eine Überweisung tätigen.

  2. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber sind Pakete nicht in gewissen Rahmen versichert? Da wäre es vielleicht auch nicht so leicht zu erkennen, ob sich Geld in den Kartonschachteln befindet. Man kann ja keinem trauen heute… 😉

    • Hallo, es kommt darauf an, ob es sich um ein Paket handelt oder ein Päckchen, so haftet die Post bei Paketen bis 500 Euro (die Summe kann aber gegen Gebühr erhöht werden), aber nicht bei Päckchen.

  3. Habe gestern 3 Briefe mit Geld mit Postkasten eingeworfen, mit in verschiedene Adressen . Alle kamen am nächsten Tag an mit leichten Beschädigungen aber ohne Geld. Wer greift da ab.

    • Hallo, alle Briefe landen erst einmal in einem regionalen Verteilungszentrum, somit könnte dies für dich die erste Anlaufstelle sein.

  4. Ich hatte einmal per Einschreiben eine Geburtstagskarte mit 100 Dollar nach Australien geschickt, die Karte kam an aber ohne Geld, das hatte der Zoll einbehalten. Ich hatte dann im TV gesehen das der Zoll am Frankfurter Flughafen alle Einschreiben die ins Ausland gehen , öffnet. Man erhält aber sein Geld nicht zurück.

    • Hallo Maria, wenn das Geld ein Geschenk war, dann ist es sicherlich ärgerlich. Ich werde mich einmal näher mit dieser Thematik beschäftigen.

  5. Meine Frage, meine Tante hat mir 500 € im Einschreiben mit Rückschein geschickt .
    Der Brief ist angekommen ohne Geld. Wenn man zum Rechtsanwalt geht , ist es möglich das Geld zurück zu bekommen? …..DANKE!

    • Hallo Ilona, hier würde ich mich erst einmal mit der Post in Verbindung setzen und dort das Problem schildern. Lässt sich nachweisen, dass deine Tante dir die 500 Euro per Einschreiben geschickt hat?

      Viele Grüße
      Robert

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