Wie hoch sollte der Notgroschen sein?

Einen Notgroschen zu haben, hat viele Vorteile und kann schon alleine deshalb nicht schaden. So dient dieser einerseits als finanzielle Reserve, auf welche man jederzeit zurückgreifen kann, falls es einmal nötig ist. Des Weiteren lebt es sich mit solch einer Sicherheit im Rücken deutlich angenehmer und gleichermaßen ist man auch deutlich unabhängiger von den Banken, da nicht für jede Investition sofort eine Finanzierung benötigt wird.

Es stellt sich nur die Frage: Wie hoch sollte der Notgroschen sein?

Eine feste Zahl zu nennen, wäre wohl an dieser Stelle falsch. Jeder von uns ist anderweitig finanziell aufgestellt und dementsprechend fallen die Zahlen anders aus. Es gibt jedoch einige gute Orientierungspunkte, die eine gute Hilfe hierbei sein können.

Notgroschen

Wobei du mir wahrscheinlich zustimmen wirst, wenn ich an dieser Stelle behaupte: Je größer der Notgroschen, umso besser!

3 Monatsgehälter für den Anfang

Eine gängige Regel für einen Notgroschen sind mindestens drei Monatsgehälter zu besitzen. Hierbei darf sich ruhig am Bruttogehalt orientiert werden. Verdienst du beispielsweise 3000 Euro brutto im Monat, so sollte die finanzielle Reserve mindestens 9000 Euro betragen.

Diese Summe gibt dir bei einem Verdienstausfall den nötigen Freiraum, um erst einmal weiterhin alle Kosten bezahlen zu können. Wurde das Sparziel erreicht, dann könnte die Geldreserve nochmals um drei Monate erhöht werden, sodass diese später 18.000 Euro betragen wird.

Sicherlich wird es eine Zeit lang dauern, bis diese Summe erreicht ist. Aber schon mit einer monatlichen Sparrate von 100 Euro wäre nach 5 Jahren ein finanzielles Polster von 6000 Euro erreicht.

Mein Tipp

Mein Tipp: Wähle einen monatlichen Sparbetrag deiner Wahl und zahle das Geld auf ein Extrakonto ein. Dort bleibt es von deinen täglichen Bankgeschäften unberührt und der Notgroschen kann somit immer weiter wachsen.

Sehr gut eignen sich hierfür Girokonten von Direktbanken, da bei diesen häufig keine monatlichen Kontoführungsgebühren anfallen. Ich selbst habe hierbei gute Erfahrungen mit dem comdirect Girokonto gemacht und bin mit diesem sehr zufrieden.

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Mindestens 1000 bis 2000 Euro als Notgroschen

Mit 1000 bis 2000 Euro auf dem Konto lassen sich wichtige Dinge (Kühlschrank, Waschmaschine, Herd, Smartphone usw.) für den Haushalt kaufen, sollte diese einmal kaputtgehen. Gleiches gilt für Reparaturen am Auto oder wenn die Rechnung beim Zahnarzt doch etwas höher ausfallen würde. Diese Summe sollte für dich erreichbar und mindestens ein erstes Ziel sein. Wer alleine 50 Euro im Monat sparen kann, hätte nach 18 Monaten die 1000 Euro erreicht.

Sollte das Geld für den Notgroschen angelegt werden?

Eine sehr gute Frage. Hier lohnt eine einfache Überlegung. Der Notgroschen ist dafür gedacht, binnen sehr kurzer Zeit auf liquide Mittel zurückgreifen zu können. Somit kommen nur wenige Geldanlagen hierfür in Betracht. Würde es sich dabei um eine Anlage mit einer festen Laufzeit handeln wie beispielsweise einem Banksparplan oder einer Lebensversicherung, so kann es einige Zeit dauern, bis man auf das Geld zugreifen kann. Des Weiteren müssen womöglich Abstriche gemacht werden, falls für deren Auflösung Gebühren anfallen, was sehr häufig der Fall ist.

Eine gute Möglichkeit wäre ein Tagesgeldkonto. Dort kann das Geld jederzeit eingezahlt und wieder abgebucht werden. Immer wenn sich Geld darauf befindet, erhält man dafür Zinsen. Sicherlich sind diese derzeit sehr gering, jedoch steht bei dieser Anlage die schnelle Verfügbarkeit des Geldes im Vordergrund.

Wäre eine günstiger Ratenkredit nicht auch eine Lösung?

Heutzutage lassen sich viele Dinge mittels Finanzierung sehr günstig abbezahlen. Geht es wirklich nicht anders, dann wäre ein günstiger Ratenkredit eine mögliche Lösung. Vorausgesetzt, der Grund hierfür ist wirklich gerechtfertigt. Meiner Meinung nach sollte dies jedoch nicht zu einem Dauerzustand werden. Sprich, wenn plötzlich ein Großteil der Anschaffungen nur noch mit Ratenkredit gekauft werden. Denn ansonsten würde man durch solch eine Vorgehensweise seinen Lebensstandard künstlich erhöhen. Was auf Dauer wiederum zu einer finanziellen Belastung werden könnte.

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