Geld verdoppeln mit Arbeit

Je mehr ich arbeite, desto mehr Geld müsste ich verdienen. Also kann man sein Geld durch mehr Arbeit verdoppeln, oder etwa nicht? Bis zu einem gewissen Punkt kann man tatsächlich mehr Geld verdienen. Allerdings gelingt dies nur bis zu einem gewissen Limit, danach fällt der Mehrverdienst immer geringer aus, bis dieser letztendlich immer mehr zum erliegen kommt.

Geld verdoppel mit Arbeit

Warum möchte ich mein Geld verdoppeln?

Damit ich mehr Geld zur Verfügung haben, was für eine Frage. Doch sollte man sich diese Frage ruhig einmal stellen und die Ursache dafür suchen, weshalb man jetzt plötzlich mehr Geld benötigt. Ich persönlich kann euch hierzu raten, dass ihr euch ein extra Konto anlegt und dort den Überschuss des Geldes einzahlt. Somit macht sich dieser Mehrverdienst auch wirklich bemerkbar und dieses Konto kann euch zudem als Motivation dienen. Fließt dieses Geld hingegen ganz normal auf das Alltagskonto bzw. bleibt dort liegen, so weiß man zwar, dass das Geld dort vorhanden ist, jedoch geht die Summe sehr schnell dort unter und wird mitunter sogar verbraucht. Des weiteren solltet ihr euch darüber Gedanken machen, wofür dieser Mehrverdienst bestimmt sein soll. Soll davon der nächste Urlaub bezahlt, ein Kredit getilgt oder eine Anschaffung finanziert werden. Definiert die genaue Summe und setzt euch ein Ziel, bis wann ihr diesen Betrag erreicht haben möchtet.

Kurzzeitig kann man sein Geld verdoppeln

Nehme ich noch eine nebenberufliche Tätigkeit als Angestellter an oder arbeite doppelt so viele Kundenaufträge als Selbständiger oder Freiberufler ab, so macht sich die doppelte Arbeit sofort positiv auf dem Konto bemerkbar. Diese Arbeitsweise sollte allerdings nur eine kurzfristige Lösung sein, um ein gewissen Geldbetrag zu erreichen oder einen finanziellen Engpass zu überbrücken.

Muss ich mein Geld durch Arbeit verdoppeln?

Wie bereits erwähnt, wird es einen plausiblen Grund dafür geben, weshalb ihr euer Geld verdoppeln möchtet. Allerdings lohnt sich die Überlegung darüber, ob man dies wirklich nur durch Arbeit erreichen kann. So lohnt es sich durchaus, dass man seine Ausgaben einmal genau überprüft und sich einen finanziellen Überblick verschafft. So lassen sich bereist mit sehr einfachen Spartipps die monatlichen Ausgaben deutlich reduzieren. Häufig bedarf es hierzu nur geringe Umstellung ohne sich großartig einschränken zu müssen.

Hier einige nützliche Spartipps:

  • Geld sparen im Haushalt – Im Haushalt ist das Sparpotential riesig, mit den folgenden Tipps könnt ihr mehrere Tausend Euro im Jahr sparen.
  • Geld sparen im Job – Auch im Job kann man sehr viel Geld sparen, hier beträgt das Sparpotential bis zu mehreren Hundert Euro.
  • Schnell viel Geld sparen – Spartipps gibt es mehr als genug. Doch wie kann man sofort Geld sparen? Dies ist eine sehr gute Frage. Und hier kommt auch schon die Antwort.
  • Eine Woche kein Geld ausgeben – Probiert es ruhig mal eine Woche lang aus und gebt kein Geld aus. Vielleicht wird der ein oder andere von euch überrascht sein, wie viel Geld man so Zwischendurch für zum Teil unnötige Dinge ausgibt.
  • Weniger Geld ausgeben – Wer weniger Geld ausgeben möchte, der sollte einfach weniger Geld ausgeben. Was sich scheinbar so einfach anhört, scheint für viele Leute oftmals ein großes Problem zu sein.

Warum darüber nachdenken? Ganz einfach. Liegen meine monatlichen Kosten derzeit bei 1.800 Euro bei einem Nettoeinkommen von 2.300 Euro und durch die angewandten Spartipps reduziere ich die Kosten auf 1.500 Euro, so besitze ich bereits 300 Euro mehr im Monat. Ich habe zwar mein Geld noch nicht verdoppelt, allerdings war hierfür auch keinerlei Mehrarbeit nötig. Es gibt auch noch weitere Möglichkeiten. Wie wäre es mit einer Weiterbildung, umso eine bessere bezahlte Anstellung bei gleicher Arbeitszeit zu finden bzw. befördert zu werden oder eine Gehaltserhöhung zu bekommen.

Die menschliche Leistungsfähigkeit setzt Grenzen

Wir sind keine Maschinen, die 24 Stunden am Tag durcharbeiten können und nur wenig Wartung benötigen. Dem menschlichen Körper sind Grenzen gesetzt, daran sollte man immer denken. Sind die Batterien leer, so müssen diese wieder aufgeladen werden. Häufig wird dieser Zustand durch diverse Aufputschmittel (Kaffee, Energy-Drinks, Zigaretten, Medikamente, usw.) künstlich in die Länge gezogen. Je mehr man seinen Körper der doppelten Arbeit aussetzt und diesem keinerlei bis nur wenige Möglichkeiten gibt, wieder neu Kraft zu tanken, desto mehr Aufputschmittel benötigen man und die Mehrarbeit wird zu einer immer stärken Belastung. Sehr viele fühlen sich dann wie ausgebrannt und kraftlos – heutzutage wird dieser Zustand auch gerne als Burnout bezeichnet. Setze ich mich diesem Zustand immer länger aus, so schade ich meinem Körper immer mehr. Was mitunter auch dazu führen kann, dass man die doppelte Arbeitsbelastung nicht mehr leisten kann.

Keine Zeit mehr für die alltäglichen Dinge

Des weiteren muss man sich darüber bewusst sein, dass weniger Zeit übrig bleibt, was auch die logische Konsequenz ist, denn, je länger ich einer Tätigkeit nachgehen, desto weniger Zeit habe ich für andere Dinge. Und diese fehlende Zeit wird mit der auch in finanzieller Hinsicht immer kostspieliger. In einem kleinen Beispiel werde ich dies gleich näher erläutern.

Mehr Geld ausgeben

Diesen Fehler sollte man vermeiden

Je mehr Geld ich zur Verfügung habe, desto mehr Geld kann ich ausgeben. Wer sein Geld verdoppeln möchte, der sollte auf keinen Fall so handeln, besonders dann nicht, wenn der Mehrverdienst nur durch reine Arbeit verdient wird. Es ist immer wieder ein Phänomen. Kaum bekommen die Leute eine Gehaltserhöhung oder generell ein höheres Gehalt bzw. verdienen mehr Geld, so dauert es nicht sehr lange und die Lebensstandart wird dem höheren Einkommen angepasst. Anstatt wohl überlegt an die ganze Sache heranzugehen, steigen die monatlichen Lebenserhaltungskosten rapide an, was eigentlich nicht sein müsste, da man vorher auch mit deutlich weniger Geld ausgekommen ist. So darf das neue Auto eine Spur größer und nobler sein, die Finanzierung eines Hauses ist jetzt auch möglich, die Kleidung wird teurer und so weiter. Wer hierbei mal etwas genauer nachdenkt, der stellt sehr schnell fest, dass man zwar mehr Geld verdient, letztendlich jedoch nicht mehr Geld übrig hat, da sich lediglich die Ausgaben erhöht haben und alles etwas feiner ist.

Woran besteht jetzt der Fehler? Es bleibt jedem selbst überlassen, wofür man sein Geld ausgibt. Der Fehler besteht darin, wenn man diesen Lebensstandart nur durch reine produktive Arbeit erreicht, dieser dann beibehalten wird und dieser von dieser Produktivität abhängig ist.

Die fehlende Zeit kostet Geld

Des weiteren kommt noch hinzu, dass man zwangsläufig immer mehr Geld ausgibt, weil die Zeit einfach fehlt. Hatte man früher noch genügend Zeit, sich sein Abendessen selber zu kochen, so bestellt man jetzt regelmäßig beim Lieferservice oder geht ins Restaurant. Durch die knappe Zeit werden die Gebrauchsgegenstände viel härter beansprucht oder deren Wartung wird vernachlässigt, die Folge lässt nicht lange auf sich warten und diese gehen schneller kaputt und die müssen neu gekauft werden. Oftmals werden auch Dinge angeschafft, mit dem Glauben dahinter, dass man dadurch Zeit einsparen kann, was zu zusätzlichen Geldausgaben führt.

Sicherlich stimmt es. Wenn ich jetzt monatlich 1.000 Euro mehr zur Verfügung habe, dass man sich ein deutlich luxuriöseres Leben kann. Was nützt mir allerdings das größere Haus, das Motorboot, das teurere Auto oder der Luxus-Grill für 500 Euro, wenn ich kaum Zeit habe, diese Dinge wirklich zu nutzen bzw. zu genießen, weil ich die ganze Zeit dafür arbeiten muss, um diesen Lebensstandart zu finanzieren.

Ein einfaches Beispiel

Klaus und Bernd sind Arbeitskollegen. Beide habe haben eine 35 Stunden Woche und ein monatliches Gehalt von 1.800 Euro netto, die Arbeitszeit geht von 7.00 Uhr bis 14.00 Uhr. Während Klaus mit seinem Gehalt zufrieden ist, so reicht Bernd dieses Gehalt nicht mehr aus und er sattelt auf eine 45 Stunden Woche um, somit werden aus 7 Arbeitsstunde am Tag nun 9 Stunde, dafür erhält Bernd auch ab jetzt ein monatliches Gehalt von 2.300 Euro. Im ersten Moment verfügt dieser also jetzt über 700 Euro mehr im Monat. Mit 700 Euro lässt es sich schon deutlich besser leben und dieser Meinung ist auch Bernd. Doch schauen wir mal etwas genauer hin.

Klaus verzichtet auf den Mehrverdienst von 700 Euro und hat bereits um 14.00 Uhr Feierabend. Während dieser Zeit sind die Straßen frei und er ist binnen 20 Minuten zu Hause. Dort ruht er sich erst einmal 20 Minuten aus, danach werden die Laufschuhe angezogen und Klaus läuft er eine Stunde lang durch den Wald, weil er etwas für seine Gesundheit tun möchte, zudem baut er auch gleichzeitig Stress ab und tankt neue Energie. Nach einer Stunde ist er wieder zurück, geht unter die Dusche und anschließend widmet er sich seiner Familie. Um 18:00 Uhr fängt Klaus an zu kochen und kocht gleich mehr, weil er so das Mittagessen für den nächsten Tag hat. Gegen 20.00 Uhr beschäftigt sich Klaus etwas näher mit seinen Finanzen, dabei stellt er fest, dass die kosten monatlichen Kraftstoffkosten von 400 Euro doch ziemlich hoch sind und er informiert sich daher im Internet, wie er diese deutlich senken kann und findet schon nach kurzer Zeit sehr nützliche Tipps wie man Geld sparen beim Autofahren kann, diese wendet er an und binnen kurzer Zeit betragen die monatlichen Kosten für den Kraftstoff nur noch 300 Euro, somit verfügt er jetzt über 100 Euro mehr im Monat. Gleichzeitig steht er jetzt nicht mehr um 6:00 Uhr früh auf, sondern bereits um 5:45 Uhr, weil er gelernt hat, dass, wenn man 15 Minuten früher zur Arbeit fährt, man so die Rushhour vermeiden kann und tatsächlich, die Straßen sind frei.

Bernd hat erst gegen 17:00 Uhr Feierabend und benötigt für den gleichen Weg nach Hause rund 40 Minuten, da er sich mitten in der Ruhshour befindet. Weil auf dem Heimweg gleich ein Fitnessstudio befindet, nutzt Bernd die Gelegenheit und treibt dort Sport für 60 Minute, dies macht er dreimal die Woche, der monatliche Gebühr für das Fitnessstudio kostet 50 Euro. Nach dem Sport geht es noch schnell in den Supermarkt und dort holt er sich zwei Fertiggerichte für 5 Euro, weil er keine Zeit mehr hat selber zu kochen. Inzwischen ist es 20:00 Uhr und Bernd ist müde von der Arbeit, solch ein längerer Arbeitstag ist schon ziemlich anstrengend, gegen 22.10 Uhr geht er ins Bett. Um 6:00 Uhr klingelt der Wecker und alles muss ganz schnell gehen. Waschen, noch schnell einen Kaffee trinken und schon ist es 6:30 Uhr. Jetzt geht es zur Arbeit und Bernd tritt aufs Gas, weil er so glaubt (wie viele Autofahrer zu dieser Zeit auch), schneller am Ziel zu sein. Er fährt dem Vordermann dicht auf, bremst auf die letzte Minute, an der Kreuzung oder Ampel beschleunigt er voll durch, bis er letztendlich um 6:55 Uhr noch rechtzeitig bei der Arbeit ist, durch diese Fahrweise verbraucht er jetzt 50 Euro mehr und durch den höheren Verschleiß (Bremse, Kupplung, usw.) kommen noch einmal 30 Euro hinzu. Während der Frühstückspause und Mittagspause ist Bernd gezwungen, sich etwas zum Essen zu kaufen, hierfür gibt er pro Tag 10 Euro aus, dies macht bei 20 Arbeitstagen genau 200 Euro.

Hat Bernd sein Geld verdoppelt? Rechnen wir doch mal genau nach. Das Fitnessstudio kostet im Monat 50 Euro, die Fertiggerichte kosten im Monat 100 Euro, das Frühstück und Mittagessen 200 Euro und durch die schlechte Fahrweise kommen noch 80 Euro hinzu. Somit wären wir bei 430 Euro an Ausgaben. Der tatsächlich Mehrverdienst beträgt jetzt also nicht mehr 700 Euro sondern nur noch 270 Euro. Da Klaus durch seine vorausschauende Fahrweise jedoch 100 Euro spart, so beläuft sich der Unterschied jetzt nur noch auf 170 Euro.

Fazit: Kurzzeitig sein Geld durch Arbeit verdoppeln ist kein Problem, um einen gewissen finanziellen Geldbetrag zu erreichen. Eine Dauerlösung ist dies jedoch nicht. Je größer der Zeitmangel wird, desto mehr Geld gebe ich aus. Erhöhe ich dann auch noch meinen Lebensstandart, begründet durch das höhere Einkommen, so fällt der tatsächlich Mehrverdienst immer geringer aus.

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