Crowdinvesting – Eine Finanzalternative?

Ihr wollt mit geringen Beträgen am Erfolg eines Unternehmens partizipieren? Dann ist Crowdinvesting die geeignete Anlageform. Bei dieser Finanzierungsform stellt eine Vielzahl an Investoren einem Unternehmen eine bestimmte Summe zur Verfügung. Wirtschaftet die Firma gut, profitiert ihr von attraktiven Renditen weit über den aktuellen Zinssätzen für Tages- und Festgelder.

Wie funktioniert Crowdinvesting?

Unternehmen mit Kapitalbedarf wenden sich beim Crowdinvesting nicht an Banken und beantragen einen Kredit, sondern an Kleinanleger. Meist nutzen sie dafür spezielle Crowdinvesting-Plattformen, welche die IT bereitstellen und die Abwicklung verantworten. Auf diesen Portalen begründen Firmen ihren Bedarf. Sie erläutern zum Beispiel, für welches konkrete Projekt sie das Geld brauchen. Meist laden sie auch einen Businessplan hoch. Zudem benennen sie die erforderliche Summe und eine Frist. Ab dem Start könnt ihr einen Teilbetrag davon zeichnen, der Mindestbetrag liegt bei den meisten Plattformen im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich. Haben vor oder spätestens zum Fristende Investoren ausreichend Kapital gezeichnet, kommt die Finanzierung zustande. Wie sich der Ablauf bei einer Finanzierungsanfrage fortsetzt, hängt von der konkreten Art des Crowdinvestings ab.

Verschiedene Varianten

Crowdinvesting stellt einen Oberbegriff dar, der vornehmlich zwei Finanzierungsformen umfasst. Vielfach handelt es sich wie bei der Immobilien-Plattform Exporo.de  um ein kreditbasiertes Crowdinvesting. Die Anleger gewähren Unternehmen einen Kredit, für den sie zuvor vereinbarte Zinsen erhalten. Am Ende der festgelegten Laufzeit erhalten sie ihren Anlagebetrag zurück. Anders verhält es sich bei Crowdinvesting als direkte Beteiligung an einer Firma. Ihr erwerbt Anteile und partizipiert vollständig an der Unternehmensentwicklung. Schüttet es Gewinne aus, verbucht ihr einen Teil davon. Verkaufen die Verantwortlichen den Betrieb, seid ihr am Erlös ebenfalls beteiligt. Bei einigen Projekten ist ein solcher Verkauf von vorneherein eingeplant, das gilt insbesondere für Startups.

Die Finanzierung soll den Durchbruch ermöglichen: Gelingt er, können sich die Investoren über einen hohen Ertrag freuen. Meist handelt es sich bei dieser Form um stille Beteiligungen, ihr habt kein Mitspracherecht. Angesichts der Vielzahl an Investoren wäre eine Mitsprache kaum zu handhaben. Diese Varianten dürft ihr nicht mit Crowdfunding verwechseln. Crowdfunding funktioniert zwar ähnlich, aber es handelt sich nicht um eine richtige Geldanlage. Für eure Beträge bieten Unternehmen unterschiedliche Vorteile. Sie schenken euch zum Beispiel ein Produkt, das sie dank der Finanzierung entwickeln. Auch Gutscheine und ähnliches sind beliebt. Oftmals steht beim Crowdfunding ein ideelles Motiv seitens der Investoren im Vordergrund.

Welche Chancen und Risiken diese Geldanlagen bieten

Ihr solltet vor einer Investition bedenken, dass Crowdinvesting mit Risiken einhergeht. Das gilt für Kredite und Beteiligungen gleichermaßen: Im schlimmsten Fall verliert ihr euren gesamten Einsatz. Dieser GAU droht bei der Insolvenz eines Unternehmens. Bei Darlehen kann es vorkommen, dass eine Firma die Kredite nicht mehr bedienen kann. Rückzahlungen gibt es eventuell aus der Insolvenzmasse. Über Crowdinvesting vereinbaren Betriebe jedoch in der Regel nachrangige Darlehen. Das heißt, dass der Insolvenzverwalter zuerst alle anderen Verbindlichkeiten bedient. Die Chancen, Geld wiederzusehen, stehen schlecht. Das Risiko bei Beteiligungen liegt darin, dass das Unternehmen nichts mehr Wert ist und ihr deshalb ebenfalls eure Einlage verliert. Als verantwortungsvolle Anleger sollten ihr euch dieses Risikos bewusst sein. Legt nur Geld an, dessen Verlust euch nicht zu stark schmerzen würde. Auf der anderen Seite sichert ihr euch mit Crowdinvesting ansprechende Renditechancen.

Jedes Investment gründlich abwägen

Die Chancen maximiert und die Risiken minimiert ihr, wenn ihr euch jedes Projekt intensiv und kritisch anseht. So sollte die Vorstellung des Unternehmens auf der Plattform in sich schlüssig sein und insgesamt überzeugen. Falls ihr Fragen habt, könnt ihr diese über das Portal formulieren. Vertrauenswürdige Firmen antworten rasch und zufriedenstellend. Ihr solltet euch auch über andere Kanäle informieren. Dafür eignet sich zum Beispiel die Homepage des Betriebs, Zeitungen, Wirtschaftsportale und viele mehr. Studiert zudem die genauen Vertragsbedingungen.

Alternative Geldanlage: Großes Potenzial für Privatanleger

Der Charme des Crowdinvestings besteht darin, dass ihr mit geringen Beträgen in Firmen investieren könnt. Dieser Markt steht gewöhnlich nur Anlegern offen, die über deutlich mehr Kapital verfügen. Wichtig ist, dass ihr euch über die jeweilige Art des Crowdinvestings sowie die einzelnen Unternehmen ausreichend informiert.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. ich glaube hier geht man nur auf die Finanzierungsseite ein und weniger auf die Investitionsmöglichkeiten die sich dadurch bzw daraus ergeben. Ich sehe es vor allem als Investor interessant zumal ich fixe Zinsen bekomme und noch dazu eine chance auf nen lukrativen Exit erhalte 🙂

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