Mobiles Zahlen – Apple Pay, Google Pay und die Sicherheit

Seit diesem Monat zahle ich mobil. Die Zahlung erfolgt kontaktlos per NFC (Near Field Communication) über das Smartphone. Bargeld oder Kreditkarte kann ich zukünftig stecken lassen!

Mit meinem späten Einstieg in diese Welt gehöre ich nicht zu den Early Adopters. Im Gegenteil. Ich bin eher spät dran.

Das liegt an zwei Gründen. Zum einen bietet meine Hausbank Apple Pay erst jetzt an. Zum anderen hatte ich mich noch nicht genauer mit der Sicherheit dieses Zahlungsmittels, sowie den Vor- und Nachteilen auseinandergesetzt. Das sollte sich nun ändern.

Gastartikel

Neben Apple Pay gibt es weitere gängige Bezahlsysteme. Google ist mit Google Pay am Start. Aber auch PayPal und einige Banken und Sparkassen mischen mit eigenen Lösungen mit. Die Anbieter machen uns die Einrichtung des Mobilen Zahlens bewusst einfach. Und auch die Nutzung an der Kasse ist kinderleicht.

Aber wie steht es denn nun um die Sicherheit des Mobilen Zahlens? Ich schaue mir hier die Details von Apple Pay genauer an und werfe einen Blick auf Google Pay.

Die technische Sicherheit…

Die mobile Bezahlmethode funktioniert überall dort, wo Du kontaktlos zahlen kannst. Das Smartphone wird – anstelle einer Kreditkarte – an das Gerät der Verkaufsstelle gehalten. Die Daten werden per oben erwähnter Near Field Communication übertragen.

Meine Kreditkarte funktioniert ebenfalls kontaktlos. Oft genug muss ich weder unterschreiben, geschweige denn meine PIN eingeben. Da erhöht Apple Pay sogar noch die Sicherheit. Hier muss ich immerhin eine Freigabe der Zahlung per Touch ID oder Face ID tätigen.

Bei Google Pay erfolgt die Bezahlung bis 25 Euro ohne Autorisierung. Erst bei größeren Beträgen wird eine Freigabe am Smartphone erforderlich.

Die Kreditkartennummer wird bei der Funkübertragung gar nicht übermittelt. Das ist ein echter Pluspunkt.

Wichtig ist natürlich, dass die Anbieter die Informationen der hinterlegten Kreditkarten schützen. Apple zum Beispiel überträgt und speichert sämtliche Daten laut eigener Angabe verschlüsselt.

Insgesamt steht es nach aktuellem Stand der Technik gut um die Sicherheit der Systeme.

… und der Schutz der Daten

Ein weiterer wichtiger Aspekt neben der technischen Sicherheit ist der Datenschutz. Hier gilt es, sich über den jeweiligen Anbieter und die Konditionen zu informieren.

Apple gibt an, keine Daten über Transaktionen zu speichern. Da der Verkäufer meine Kreditkartennummer nicht erfährt, sind meine Informationen hier sogar besser geschützt, als bei einem Bezahlvorgang per Kreditkarte.

Anders sieht es bei Google Pay aus. Die allgemeinen Datenschutzbestimmungen des Unternehmens erlauben das Auswerten Deiner Daten. Für Google sind Informationen zu Einkäufen (Waren, Ort, Zeitpunkt) bares Geld durch Werbeeinnahmen wert.

Was sagt Dein Kreditinstitut?

Die Sicherheit fällt wie gerade geschildert insgesamt gut aus. Das größte potenzielle Einfallstor werden voraussichtlich unsachgemäßer Gebrauch und Datendiebstahl sein.

Prinzipiell solltest Du gegen Missbrauch des Mobilen Zahlens über die teilnehmende Bank abgesichert sein. Aber Vorsicht! Lies Dir die Teilnahmebedingungen Deines Kreditinstitutes zum Einsatz des Smartphones durch. Bei unsachgemäßem Gebrauch kann die Haftung ausgeschlossen sein. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Du Dein Smartphone nicht sperrst oder anderweitig vor fremder Nutzung schützt.

Was sagst Du?

Neben allen Sicherheitsvorkehrungen darfst Du nicht das Wichtigste aus den Augen verlieren: Dich und Dein Konsumverhalten.

Egal ob Kreditkarte oder Mobiles Zahlen. Es wird Dir so leicht wie möglich gemacht, Dein Geld auszugeben. Mit dem Wegfall des Bargelds wird das Bezahlen zunehmend entkoppelt von dem eigentlichen Bezahlvorgang. Scheine ausgegeben schmerzt nachgewiesener Weise. Mit Karte zahlen nicht.

Wie schnell ist das Geld per Plastikkarte oder Smartphone geflossen, ohne das die Käufer sich über die Höhe der Ausgaben im Klaren sind.

Fazit

So abgehoben das vielleicht klingen mag – aber: verantwortungsvolles Haushalten und der Umgang mit Geld will gelernt sein, bevor man zur Karte oder Apple Pay & Co greift. Unter dem Strich kann man – maximal – das ausgeben, was man vorher reingeholt hat. Wer hier ein Defizit im eigenen Handeln bei sich ausmacht, sollte generell besser bar zahlen.

Davon abgesehen schlägt die Sicherheit des Mobilen Zahlens das Bezahlen mit Bargeld und selbst das mit der Karte. Die Technik ist ausgereift. Die Anbieter sind bemüht, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen – und nicht leichtfertig zu riskieren.

Der Nutzung von Google Pay stehe ich aufgrund der Auswertung von Daten skeptisch gegenüber.

Wer benötigt denn nun Mobile Bezahlsysteme? Im Grunde niemand. Andererseits hat sich neben dem Bargeld auch das Zahlen mit Karte etabliert. Wieso also nicht noch einen Schritt einfacher und mit dem ewigen Begleiter Smartphone zahlen.

Ich für meinen Teil werde Apple Pay sicherlich immer mal wieder nutzen. Mein Smartphone ist tatsächlich (fast) immer dabei, wenn ich das Haus verlasse. Ich vergesse eher schon mal mein Portemonnaie. Zukünftig habe ich meinen „Notgroschen“ dabei.

Nutzt Du bereits Apple Pay oder andere Möglichkeiten des Mobilen Zahlens? Was sind Deine Erfahrungen?

Über die Autorin:

Andrea Giesler ist Profi für Copywriting & Content Marketing Strategie. Sie hilft Unternehmen, mit ihren Angeboten im Web gefunden zu werden und Verkäufe zu steigern. Die Content Marketing Agentur content-a.com ist ihr digitales Zuhause.

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