Wie viel Geld kann man im Jahr sparen?

Logischerweise ist der Sparerfolg im ersten Jahr am größten. Während dieser Zeit werden die meisten Spartipps umgesetzt und somit ist das Sparergebnis sehr hoch. Es ist daher auch nicht ganz unrealistisch, wenn wir in Ratgebern lesen oder von Sparexperten hören, dass man im Jahr mehrere tausend Euro sparen oder sogar eine noch höhere Summe erreichen kann.

Geld im Jahr sparen

Dem kann ich selbst nur zustimmen, denn bereits mit einer monatlichen Einsparung von 100 Euro bei den eigenen Ausgaben lägen wir nach 1 Jahr bereits bei einem Ergebnis von 1200 Euro.

Es ist natürlich sehr stark davon abhängig, wie viel Zeit ihr investieren möchtet und eure Herangehensweise ist. Gerade letzteres spielt hierbei eine sehr wichtige Rolle. Regelmäßig berichte ich darüber, wie wichtig es ist, nicht wahllos mit dem Sparen zu beginnen, sondern sich eine vernünftige Strategie an den Tag zu legen.

Wie viel Geld kann ich im Jahr nun sparen?

Ich selbst halte 1000 bis 2000 im ersten Jahr für machbar. Dies ist alleine schon dadurch begründbar, dass das Geld sparen im Haushalt schon ein hohes Einsparpotential bieten kann. Blicken wir hierzu nur auf die Reduzierung der Energiekosten. Lasse sich diese beispielsweise durch Stromspartipps um 20 bis 30 % bei einer vierköpfigen Familie senken, so wäre eine Ersparnis von 300 bis 400 Euro denkbar.

Gehen wir weiter zum Auto. Wer sich bisher nur wenig Gedanken um seine monatlichen Autokosten gemacht hat, der wird wahrscheinlich überrascht sein, wie viele hundert Euro man im Jahr beim Auto sparen kann.

Ein sehr unterschätzter Kostenfaktor ist auch die eigene Bequemlichkeit. Ohne das es euch bisher großartig aufgefallen ist, können die jährlichen Ausgaben dafür über 500 Euro betragen.

Ich könnte noch viele weitere Beispiele nennen, welche für solch ein machbares Sparziel sprechen.

Wie viel Geld gebe ich im Monat überhaupt aus?

Wie viel Geld ihr im Jahr einsparen könnt, hängt letztendlich ganz von euch ab. Sehr empfehlenswert ist auf jeden Fall die Erstellung eines finanziellen Überblicks. Wo ihr alle Einnahmen und ganz besonders eure Ausgaben aufschlüsselt.

Habt ihr einen genauen Überblick über eure monatlichen Ausgaben, so könnt ihr auch erkennen und ausrechnen, wo sich mögliche Einsparpotentiale ergeben können und welches Sparergebnis im Jahr möglich ist.

Lohnt sich das Sparen generell?

Ja. Es lohnt sich sogar sehr. Dies wird besonders deutlichen, wenn wir die Sparergebnisse über einen längeren Zeitraum betrachten. Nehmen wir beispielsweise einmal an, ihr würdet eure Ausgaben genauer unter die Lupe nehmen, nach passenden Spartipps suchen und 1000 Euro im Jahr sparen.

Geld sparen im Jahr

So würde sich diese Ersparnis in 10 Jahren auf 10.000 Euro belaufen. Für diese Summe bekäme man bereits einen netten Kleinwagen, was zugleich ein gutes Beispiel dafür ist, wie viel Potenzial viele Leute verschenken, welche sich gar nicht oder kaum mit ihren Finanzen befassen.

Lege dir ein Sparkonto an

Wer von euch seine Ersparnisse wachsen sehen möchte, sollte sich unbedingt ein Sparkonto anlegen. Genau wie ein Sparschwein wächst der Inhalt von Monat zu Monat. Schon die ersten 1000 Euro können euch dabei als kleine finanzielle Unabhängigkeit dienen. Was ihr mit der Ersparnis macht, bleibt natürlich euch überlassen, aber vielleicht findet der ein oder andere von euch eine passende Geldanlage, um es dort anzulegen.

Was meint ihr? Welches Jahressparziel ist für euch realistisch?

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. „Was meint ihr?“
    Alle Aussagen sind richtig. Mir ist es aber ein bißchen wenig Inhalt und viel Text. Ich kann folgende Information entnehmen.
    – 100€x12Monate=1200€
    – eine Sparsumme von 1000..2000€ im Jahr ist machbar
    – man kann durch Energiesparen erheblich Summen von 20..30% sparen
    – beim Auto kann man Kosten einsparen, wenn man auf Bequemlichkeit verzichtet
    – Sparen lohnt sich
    – 1000€x10Jahre=10000€
    – bereits 1000€ helfen dabei finanziell etwas unabhängiger zu sein

    Joa, finde ich gut, wenn man die Fixkosten reduziert und auch nachhaltig spart. Also nicht Sparen für die nächste Ausgabe, die dann immerhin nicht finanziert ist. Selbstverständlich ist auch schnell ein Limit erreicht beim Optimieren. Verträge prüfe ich etwa alle 2 Jahre.
    Bei uns für 2 Personen im Monat ohne Verzicht: Strom 35€, Internet 20€, Handy 2×6€ (1GB LTE, 100Minuten), Essen/Trinken 300€ (wenig Fleich, kaum Alkohol, Nichtraucher, hochwertiges Essen, Selberkochen, Kantine mit Verplfegungszuschuss plus Essensgutscheine für extern Essengehen), ~100€ Mietnebenkosten für Heizung (Neubau), Wasser etc., Monatstickets übernimmt bei meiner Frau komplett die Firma, ich muss 20€ zuzahlen. Ansonsten von März bis November Fahrrad. 2km bzw. 5km zur Firma. Fitnessstudio bietet Firma, ansonsten bei schönem Wetter raus. Versicherung nur priv. Haftpflicht, freiwillige gesetzl. Krankenkasse und Auslandskrankenkasse, BU (zumindest noch 5-10Jahre, dann hoffentlich FU), Firma zahlt zusätzliche in priv. Rentenzusatzversicherung ein (2,5k€ pro Jahr)

    „Welches Jahressparziel ist für euch realistisch?“
    Da wir seit ~8 Jahren Vollverdiener sind und nach dem Studium (mit 23/24Jahren mit Diplom bzw. Master) gute Jobs gefunden haben, halte es ich es realistisch 1000€ im Jahr zu sparen 😉 Da wir keine Autos oder Kinder haben, Shoppen hassen, in einer relativ günstigen 75m² Wohnung wohnen, sparsam Reisen (aber dennoch etwa 8 Wochen im Jahr unterwegs sind), ist unser Sparsumme etwa 30k-35k€ im Jahr (pro Person). Ich denke in vielen ähnlichen Jobs und insbesondere bei Großkonzernen verdient man nicht weniger, wenn man eine gute Ausbildung mitbringt. Allerdings ist es halt meistens so (zumindest bei meinen Kollegen), dass 1000€ fürs Auto weg sind, 1000€ für Hobbies (Golfen, PC, Kameras, Klamotten, Disko, Ski, 4. Montainbike, Cabrio/Oldtimer), 1500€ für Wohnen (plus eine halbe Million Schulden),…. und dann wird die ganze Zeit gejammert, dass die Gehälter zu niedrig sind 😉
    Da meine Frau dieses Jahr in Elternzeit geht, wird sich unser Sparbetrag etwas reduzieren, da man max. 1800€ Elterngeld bekommt und noch mehr Steuern bezahlen darf. Dafür haben wir dann aber drei Grundfreibeträge plus unseren 4stelligen Freibetrag durch Sonderausgaben im ehremamtlichen Bereich. Da wir ab Mai keine Miete mehr bezahlen werden (Umzug in eigenes Haus. Kauf ohne Finanzierung, dafür fehlt nun ein mittlerer 6stelliger Betrag ;( ) werden sich die Ausgaben um etwa 700€ im Monat reduzieren. Finanziell sicherlich keine gute Entscheidung, aber im Haus ist eine ausbaubare und dann vermietbare Einliegerwohnung und in 20Jahren kann man das Haus auch wieder verkaufen, wenn die Kinder ausziehen. Die Lage ist zumindest heute ganz gut. Ein Auto wird weiterhin nicht zwingend notwendig sein, neue Arbeitswege sind 3,5km und 6km. Ich reise lieber bequem im Zug oder Flugzeug und nehme falls erforderlich vor Ort ein Mietwagen und gebe ihn nach der Mietdauer zurück ohne damit Ärger/monatliche Kosten zu haben. Auch in der Firma nutze ich lediglich die Poolwägen bzw. Mietwagen, anstatt beim SUV-Firmenwagen Pen*svergleich mitzumischen. Da mein Arbeitsgeber die Kitakosten komplett übernimmt, werden sich auch die Betreuungskosten sehr in Grenzen halten und zumindest Teilzeit wird auch wieder möglich sein.

    Grüße, C.

    • Hallo Tom, besten Dank für dein Kommentar und großes Lob für die Sparquote von 3000 Euro im Monat.

      Viele Grüße
      Robert

  2. Ich finde Spartipps interessant, bei welchen man Kosten spart, ohne am Nutzen einzubüßen. Ein Beispiel sind der Onlinekauf von Produkte vs Einzelhandel. Die moralische Sicht (Händler vor Ort unterstützen, usw) außer acht lassend, habe ich da im Laufe der Jahre am meisten Zeit gespart, wenn man Fahrtkosten und Zeit/Opportunitätskosten berücksichtig und zu den meist geringeren Kosten beim Onlinekauf dazurechnet.

  3. Ich glaube, man kann auch gut und gerne 5.400 EUR in einem Jahr „sparen“. Wie das geht?

    Ganz einfach: wenn ihr mit euren Finanzen zurecht kommt momentan, dann nehmt einfach einen zusätzlichen 450€ Job an. Der wird nicht besteuert und man steckt somit das Geld 1:1 in die Tasche. Das tastet ihr nicht an und legt es aufs Konto. Dazu sind ungefähr 25-30 Stunden zusätzliche Arbeit im Monat nötig.

    Waaaaas? Noch mehr arbeiten?
    Ja, das geht tatsächlich. Viele Menschen in mehr oder weniger Positionen arbeiten ohnehin 50-60 Stunden pro Woche. Früher hat man 48h pro Woche gearbeitet, weil Samstag normaler Arbeitstag war. Also ja: es geht und nein, man wird dadurch nicht krank und geht kaputt.

    Man muss es ja nicht auf Dauer machen. Aber wenn man Geld braucht, dann kann man sich das ja mal für ein Jahr antun und dann hat man einen ordentlichen Batzen Geld dazuverdient.

    • Ja, es klingt etwas ungewöhnlich, aber ich finde eseigentlich eine gute Idee. Kommt nur darauf an, welchen Stundenlohn man dort bekommt. Denn die 450€ Jobs sind meist aus dem Niedriglohnbereich. Daher muss man sich überlegen, ob man für wenig Geld so viel schuftet.

      Man muss auch mal bedenken, was frisch gebackene Eltern durchmachen. Also die ersten 2 Jahre schläft man kaum und bekommt die Arbeit trotzdem gedeckelt. Daher denke ich, dass man vor allem in jungen Jahren diese Methode nutzen könnte, um sich zusätzlich was zur Seite zu legen.

      • Genau das Problem mit dem Niedriglohnsektor sehe ich auch. Wo werde ich lieber arbeiten? mit 8,50 Stundenlohn bei einem 450,- Job oder 30,- Stundenlohn bei einem regulär besteuerten Job?

        Ich kenne Leute, die sich von diesem „ich habe keine Abzüge“ Gedanken dazu verleiten lassen, für einen schlecht bezahlten Job sogar mit dem Auto hinzufahren, und am Strich fast keine Einnahmen haben, nur weil sie ihre Abgaben minimieren wollen.

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