Wer sich ein eigenes Haus bauen oder kaufen möchte, macht dies im Grunde, weil er sich diesen Traum verwirklichen möchte und mit diesem Traum steht man nicht alleine, jedes Jahr kommen Tausende neue Eigenheimbesitzer hinzu und der Trend wird auch in Zukunft nicht abnehmen.
Mein eigenes Heim, nie wieder Miete zahlen und keine störenden Nachbarn mehr, solche Beweggründe sind wohl die Anlässe die zur Entscheidung eines eigenen Eigenheim führen.
Doch ist das Haus auch eine Wertanlage ?
Nein, zumindest nicht kurzfristig. Solange ich selber in dem Haus wohne und ich die
Finanzierung nicht aus eigener Hand stemmen kann. Sobald ich auf die Bank und deren Darlehen angewiesen bin, ist das Haus nur noch ein reiner Schutz vor der Inflation.
Der Grund dafür ist auch relativ einfach erklärt. Ein Bankinstitut gibt keinen Kredit für ein Haus aus reiner Nächstenliebe, sie will als wirtschaftliches Unternehmen Geld verdienen und erhebt auf das zu beleihenden Geld satte Zinsen. Neben dem reinen ab-bezahlen des Kredites Monat für Monat, kommen jedes Jahr noch zusätzlich zwischen 4000 bis 8000 Euro Zinsen für die Bank hinzu. Je nach Einkommen liegt die Finanzierung zwischen 25 und 30 Jahren. Dies bedeutet, das den meisten Leuten in der Regel das Haus erst mit dem Eintritt ins Rentenalter gehört.
Auch ein Haus bleibt nicht ewig jung, das erste Jahrzehnt macht das Eigenheim kaum Probleme, doch dann Jahr für Jahr benötigt auch dieses immer mehr Fürsorge, was wiederum mit Reparaturen und zusätzlichen Kosten verbunden ist, auch hier muss der Hausbesitzer in den 30 Jahren noch mit 10.000 bis 15.000 Euro zusätzlich rechnen.
Ist der Kredit dann endlich abgezahlt, kann man sich glücklich schätzen, das Haus gehört endlich mir und nicht mehr der Bank.
Wie alt wird man jetzt wohl sein ? 58, 60, vielleicht 65 Jahre ?
Als Altersvorsorge ist ein Haus sicherlich eine tolle Sache, ist das Haus vollständig bezahlt, fällt die Tilgung weg und die theoretische Miete auch. Doch ganz so rosig ist es dann doch nicht. Auch in Zukunft wird es Reparaturen am Haus geben, im schlimmsten Fall wird die Straße erneuert, an der man sich vielleicht auch noch beteiligen muss.
Wird das Haus vorzeitig verkauft, so sollte ich immer den Wertverlust mit einplanen. In der Regel verliert das Eigenheim Jahr für Jahr an Wert und das trotz Modernisierungsmaßnahmen. Man muss also damit rechnen, das man niemals den Preis für das Haus bekommen wird, wie man selbst für dieses bezahlt hat. Ausgenommen sind natürlich Gegenden mit einer hohen Nachfrage.
Macht der Kauf oder Bau eines Hauses überhaupt noch Sinn ?
Ja. Wer wirklich von den eigenen vier Wänden träumt, der sollte sich diesen Traum ruhig verwirklichen. Wird das Haus zum Schluss nicht verkauft und wird an die nachfolge Generation weiter-vererbt und nicht vorzeitig veräußert, dann wird für diese Nachkommen, trotz eventuellen vorkommenden Erbausgleich bei mehreren Erben, das Haus auch zu einer Wertanlage.
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Hallo Robert,
ein wirklich toller und informativer Blog. Tja, viele Menschen stehen vor dem Problem, sich ein Haus bauen zu wollen. Aber ein Haus kaufen ohne Eigenkapital zu besitzen, ist einfach nicht möglich. Da bleibt einem ja nur der Gang zur Bank, um sich ein Darlehen geben lassen und die immens hohen Zinsen abzustottern.