Kann man von einer Million Euro leben?

Es ist durchaus möglich von 1 Million Euro leben zu können. Auch wenn eine Million Euro auf den ersten Blick eine Menge Geld ist, so dürft ihr bei diesem Gedanken nicht vergessen, welche monatlichen Fixkosten euer bisheriges Leben ausmacht. Und genau darum geht es, der Grundgedanke um von einer Million Euro besteht darin, dass diese Summe den eigenen Lebensunterhalt finanziert.

Ich kaufe mir ein Haus für 250.000 Euro, ein neues schönes großes Auto für 50.000 Euro, eine neue Küche für 40.000 Euro, für viele Kleinigkeiten (Elektronik, Klamotten & Co) gebe ich auch noch mal 50.000 Euro und natürlich darf eine Weltreise für 30.000 Euro auch nicht fehlen, mit dem Rest lässt sich doch sehr gut leben. Lässt sich davon wirklich ein Leben lang gut leben, denn plötzlich stehen nur noch 580.000 Euro zur Verfügung.

Ohne zusätzliches Einkommen ist dieser Betrag binnen 10 Jahren fast verbraucht, hierzu habe ich nachfolgende mal ein paar Kostenfaktoren aufgestellt.

1 Million Euro

Geld für die Krankenkassen

Nehmen wir an, du würdest bei 1 Million Euro nicht mehr arbeiten und dein Leben nur noch als Privatier ausleben wollen, so bräuchte du trotzdem noch eine Krankenversicherung. Diese kostet je nach Alter zwischen 300 und 500 Euro im Monat, ob private oder gesetzliche Krankenversicherung spielt hierbei jetzt mal keine Rolle. So belaufen sich die jährlichen Kosten für deine Krankenkasse auf 3600 €-6000 €.

Laufende Kosten: 3600 €-6000 € im Jahr

Geld für das Auto

Gehen wir mal davon aus, dass du bereits ein Auto besitzt und nicht sofort einen Neuwagen kaufen musst, so dürfen auch hier die monatlichen anhaltenden Unterhaltskosten nicht vergessen werden. Fassen wir also mal zusammen. Sagen wir mal die Haftpflichtversicherung für dein Auto beträgt Quartal im Quartal 180 €, besitzt auch noch eine Verkehrsrechtsschutzversicherung für 15 € im Quartal und natürlich dürfen die Kraftstoffkosten nicht vergessen werden. Nehmen wir mal an du verfährst Monat 200 € an Benzin oder Diesel, schließlich hast du ja fürs Autofahren jetzt genug Zeit.

Laufende Kosten: 3180 € im Jahr

Geld für Lebensmittel und Kleidung

Natürlich musst du auch essen und trinken, Kleidung brauchst du auch. In einer vierköpfigen Familie ist ein Lebensmittelverbrauch von 60-100 € in der Woche der durch, so macht diese Monat an Lebensmittelkosten zwischen 240 und 400 €, bist du alleine so kommst du im Monat sicherlich auch mit 100 € aus. Der Kleidung rechnen wir einfach mal damit dass du als Einzelperson 50 € im Monat in Kleidung und Schuhe investiert, meiner Familie dies vielleicht 100-200 €.

Laufende Kosten für die Familie: 4080 €-7200 € im Jahr

Laufende Kosten für eine Person: 1700 € im Jahr

Geld für die Miete bzw. für ein Hauskredit

Kommen wir zu den Kosten für die Miete bzw. er bereits ein Haus besitzt und ein Darlehen dafür aufgenommen hat, der muss die Tilgung anstatt der Miete in seiner Rechnung mit einbeziehen. Natürlich kann ich hier nur einen groben Wert für die monatlichen Ausgaben wählen, da die Mietpreise von Stadt zu Stadt und von Region zu Region unterschiedlich sind. Nehmen wir an du hast monatlich eine Warmmiete von 700-1200 €, so belaufen sich die jährlichen Ausgaben auf 8400-14.400 €, die Tilgung für den Austritt belaufen sich im Durchschnitt auf die gleichen Kosten.

Laufende Kosten: 8400-14.400 € im Jahr

Geld für die Energiekosten

Hier belaufen sich die Kosten für Strom in der Regel bei einem Verbrauch von 4000 kWh im Jahr auf 1000-1200 €. Nehmen wir an, du besitzt eine 120 m² große Wohnung bzw. großes Haus so liegt der durchschnittliche Verbrauch für Gas bei 15.000 kWh im Jahr, hier belaufen sich die Kosten auf 800-1100 €. Beim Wasser nehmen wir mal einen Verbrauch für eine vierköpfige Familie von 200 m³ im Jahr, je nach Region macht das anfallende Kosten von 500-600 €.

Laufende Kosten: 2300-2900 € im Jahr

Reichen eine Million Euro jetzt noch aus?

Hierbei handelte es sich nur um die reinen Fixkosten, diese betragen bei unserer Rechnung zwischen rund 22.000 Euro und 30.000 Euro im Jahr. Sicherlich würde 1 Million Euro hier erstmals ausreichen, aber in 10 Jahren hättest du nur noch zwischen 800.000 und 700.000 Euro.

Die Zinsen sind bei 1Million Euro entscheidend

Wenn man Leute auf der Straße fragen würde, was sie mit einer Million Euro machen würden, so wird ein Großteil immer wieder sagen, dass man sich ein kleines Haus kauft, dazu noch ein schönes Auto und noch viele weitere Dinge.

Viele wollen sich sofort Wünsche erfüllen, sie sehen aber im ersten Moment das Potential von dieser Million nicht. Selbst wenn man diesen Betrag nur auf ein Tagesgeld-, Festgeldkonto oder Sparbuch hinterlegt, so erhält man hier pro Jahr bei einem Zinssatz von 2 bis 3 % zwischen 20.000 und 30.000 Euro, so würde diese Summe die jährlichen Fixkosten locker abdecken, die Steuer klammern wir hier jetzt einmal aus.

Wer diese eine Million Euro noch weiter clever anlegt, der könnte sogar auf 4 bis 5% Rendite pro Jahr kommen, also zwischen 40.000 bis 50.000 Euro. Der Handel an der Börse verspricht sogar noch höhere Gewinne, hier ist jedoch auch das Risiko höher.

Fazit: Es ist durchaus möglich mit einer Million Euro zu leben. Dennoch sollte die eigene Lebensweise nicht zu ausschweifend werden, sonst ist die Millionen schneller weg als man denkt.

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Eine Million Euro auf dem Konto bieten einem sehr viele Möglichkeiten die man ohne nicht hätte. Man braucht dann nicht wegen dem Geld arbeiten, sondern kann der Berufung nach gehen. Auf das Einkommen als Angestellter ist man dann nicht mehr so angewiesen wie ohne die Million auf dem Konto. Man könnte dann auch darüber nachdenken nur noch Teilzeit zu arbeiten und nebenberuflich sich vielleicht Selbständig machen. Es gibt so viele neue Optionen und Möglichkeiten die einem eine Million auf dem Konto zu bieten haben. Natürlich muss man gut überlegen was man mit dem Geld macht. Die eine Million finde ich als eine sehr schöne Goldene Gans 🙂

  2. Ein weiterer toller Artikel!

    Ich wuerde zusaetzlich auf die Veranlagungsseite hinweisen. Sollte es naemlich nur gelingen 2-3% Zinsen zu erreichen, reicht die 1 Mio. deutlich kuerzer als wenn 8-10% erreicht werden.

    Eine sinnvolle, langfristige Veranlagungsstrategie kann dabei helfen eine ansprechende Rendite zu erzielen.

    Weitere Perspektiven auf:

    responsiblepersonalfinance.blogspot.com

  3. Ich glaube, bei der Überlegung, ob eine Million reicht (oder auch jeder andere Betrag) ist ein Faktor ganz entscheidend, der aber hier bisher unberücksichtigt geblieben ist: Das Alter !
    So würde ich einem jungen Menschen im Alter von 20-25 Jahren ganz dringend davon abraten, sich mit einer Million zur Ruhe zu setzen. Das wird nichts !
    Bei einem etwas älteren (sagen wir einmal um die 50 Jahre) würde ich empfehlen, das einmal genau durchzurechnen.

    Ich habe gerade mein Buch „Gedanken eines Privatiers“ (von Peter Ranning) veröffentlich, in dem ich solche Überlegungen detailliert beschrieben habe. Und auch die bereits oben angesprochenen Kosten für Versicherungen, Haus, Auto, Energie und Steuern. Ein weites Feld, wo jeder Punkt genau bedacht sein will!
    Einfach mal auf meiner Web-Seite vorbeischauen. Da gibt es weitere Infos.

    Gruß, Der Privatier

  4. Schon 500.000 Euro sollten bei sparsamer Lebensweise gut ausreichen, nur noch von Dividenden zu leben und zeitlebens Privatier zu sein. Auf das ganze Anlagegehampel werden meine Privatiers dann auch getrost verzichten. In Genossenschaft werden viele hohe Ziele gemeinschaftlich erreicht. Schnell auch mal die Million. Man benutze den Rechner auf zenke-privatier.de
    Hier kann sich jeder selbst den eigenen Status kostenlos berechnen. Startkapital eintragen und berechenen! Für die Seriosität und offene Ehrlichkeit verbürge ich mich. Ich freue mich über jeden neuen Privatier. Nehmen Sie sich die Zeit, es ist Ihr Leben!
    Hochachtungsvoll,
    Tim Zenke

  5. Zenke-Privatier zeigt, dass es sicherlich gut möglich ist, mit 1 Mio Euro sehr gut zu leben und sogar das Geld noch im Kern zu vermehren. Krisensicher und quasi mündelsicher als Ruhestandsgeld. +6% netto als Genossenschafts-Dividenden machen es möglich! Ihr Tim Zenke

    • Uwe Christoph, es handelt sich um eine – eigens zum Förderzwecke des Mitgliedergeldes – Eigenkapital orientierte eingerichtete eG mit eigenen Schutz- und vielfältigen Sicherheitsapparaten nach deutschem Genossenschaftsrecht und unter Prüfung von Bafin und einem vom Land vorgeschriebenen Prüfungsverband. Hinzu kommen Aufsichtsrat und einzelnen Mitglieder… das ist als „zig-Augen-System“ besser geprüft als jede Bank oder ein Fonds. Natürlich haften alle Mitglieder gleich, das ist eben eine Genossenschaft und keine GmbH! Sie schreiben von „garantieren“ – Garantien sind immer nur so viel wert, wie die Gesellschaft, die sie ausspricht, und daher sind Garantien gar nicht möglich auszusprechen, denn Katastrophen sind immer möglich. Garantie gibt es auch nicht vom Staat, der dies paradoxerweise macht, obwohl es nicht geht, denn auch die Bundesrepublik hätte nicht genug frisches Geld, alle Sparvermögen bis 100.000 Euro abzusichern! P.S.: eG´s sind allgemein schon die insolvenzsicherste Gesellschaftsform in Deutschland. Das können Sie gerne überall recherchieren, Uwe Christoph. Falls Sie wirklich lebenslang Gutes Geld ohne laufende Kosten und ohne Steuer-Hick-Hack haben wollen, dann zweifeln Sie nicht herum, sondern besuchen meine Homepage. Dort werden alle Ihre Fragen beantwortet. Ihr Tim Zenke-Privatier

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