Aktien am Tag kaufen und verkaufen

Aktien am Tag zu kaufen und am gleichen Tag wieder zu verkaufen ist heutzutage auch für Kleinanleger möglich, diese Art des Handels wird in der Börsenwelt auch als Day Trading bezeichnet.

Lohnt es sich überhaupt, Aktien am selben Tag zu kaufen und wieder zu verkaufen?Aktien kaufen und verkaufen Ja. Es kann sich lohnen, sonst würden es die Banken und Profi-Broker nicht jeden Tag machen, natürlich spielen diese in einer ganz anderen Liga.

Das Day Trading hat gleich mehrere Vorzüge. So werden die Resultate eurer Handelsstrategie sofort sichtbar, wobei am Ende des Tages im optimalen Fall positiv ausfällt und ihr Gewinne erzielt habt. Des Weiteren seit ihr auch unabhängiger, da alle Aktienpositionen bei Handelsschluss verkauft sind und ihr euch über Nacht, am Wochenende oder im Urlaub darüber Gedanken machen müsst, wie sich euer Depot gerade entwickelt.

Ich möchte euch 3 Möglichkeiten vorstellen, wie ihr am täglichen Aktienhandel teilnehmen könnt, anschließend gebe ich noch einige nützliche Tipps, die besonders für Anfänger sehr wichtig sind.

Der klassische Aktienhandel

Beim klassischen Aktienhandel kaufe ich eine Aktie eines Unternehmens und versuche diese Aktie teurer wieder zu verkaufen, im besten Fall gelingt mir dies an nur einem Tag. Die Differenz aus dem Kaufkurs und Verkaufskurs ist mein Gewinn.

Wenn ihr Aktien kaufen und verkaufen möchtet, so benötigt ihr hierfür einen Broker, welcher euch ein Depot zur Verfügung stellt. Entweder eurer Bank bietet euch passenderweise die Möglichkeit eines Depots an oder ihr sucht euch einen passenden Onlinebroker eurer Wahl aus.

Ordervolumen
Euro
Order pro Jahr
Order
Anteil Order über Internet
Durchschnittl. Depotvolumen
Euro
Ordervolumen: 1000 € / Order pro Jahr: 12 Order
Depot
0,00 €
Kosten
Depot p.a.
2,08 €
Kosten
pro Order
24,96 €
Kosten
Gesamt
Livekonto
0,00 €
Kosten
Depot p.a.
4,00 €
Kosten
pro Order
48,00 €
Kosten
Gesamt
Depot
0,00 €
Kosten
Depot p.a.
5,69 €
Kosten
pro Order
68,28 €
Kosten
Gesamt
Depot
0,00 €
Kosten
Depot p.a.
5,80 €
Kosten
pro Order
69,60 €
Kosten
Gesamt
Festpreis-Depot
0,00 €
Kosten
Depot p.a.
6,50 €
Kosten
pro Order
78,00 €
Kosten
Gesamt
* Kosten pro Jahr, berechnet auf Basis der aktuellen Konditionen vom 28.03.2017. Bei Wertpapiertransaktionen können zusätzlich zu den Bankgebühren fremde Spesen anfallen. Alle Angaben ohne Gewähr, © 2017 financeAds.net

Um wirklich beim täglichen Aktienhandel einen Gewinn erzielen zu können, ist ein ausreichendes Startkapital erforderlich, denn immerhin macht diese Strategie nur Sinn, wenn man zahlreiche Aktien kauft. Ein Startkapital von mindestens 5.000 Euro ist sehr empfehlenswert.

Mit dem CFD Handel auf steigende und fallende Kurse spekulieren

Beim CFD Handel erwirbt man nicht die Aktie eines Unternehmens selbst, sondern spekuliert auf den Kursverlauf, dabei kann man sich dafür entscheiden, ob der Kurs der Aktie steigt oder fallen wird.

Anders als beim klassischen Aktienhandel, muss man beim CFD Handel nur eine geringe Summe beim CFD Broker hinterlegen, diese wird auch als Sicherheitsleistung (Margin) bezeichnet. Bei dieser Form des Handels spricht man daher auch von einem Hebelprodukt. Ich kann also mit einer kleinen Summe größere Werte bewegen, ohne dafür die volle Summe aufbringen zu müssen, trotzdem bekomme ich im optimalen Fall die gleichen Gewinne wie beim klassischen Aktienhandel.

Hier ein kleines Beispiel:

1.) Klassischer Aktienhandel – Ich kaufe 10 Aktien eines Unternehmens zu einem Kurs von 100 Euro, somit muss ich 1000 Euro für den Kauf investieren. Der Kurs der Aktie steigt auf 105 Euro und ich verkaufe mein Aktienpaket wieder, somit hätte ich einen Gewinn von 50 Euro erzielt.

2.) Der CFD Handel – Bei meinem CFD Broker erwerbe ich 10 CFD’s des Unternehmens. Weil dieser nur eine Sicherheitsleistung von 10 % verlangt, muss ich lediglich 100 Euro hinterlegen. In unserem Beispiel von einem Kursanstieg von 5 Euro bekäme ich trotzdem 50 Euro an Gewinn.

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Es ist allerdings wichtig zu wissen, dass es sich beim CFD Handel um ein hochspekulatives Finanzprodukt handelt, daher empfehle ich an dieser Stelle den Artikel: CFD-Handel – Das Risiko.

Mit Binären Optionen auf Kursveränderungen spekulieren

Genau wie beim CFD Handel auch ist es bei Binären Optionen möglich, nicht nur auf steigende Kurse zu spekulieren, sondern auch auf fallende Kurse. Es geht bei Binären Optionen einzig und alleine darum, dass sich der Kurs der Aktie zu Gunsten des Spekulanten in einen bestimmten Zeitraum (15 Minuten, 30 Minuten, 1 Stunde, usw.), hierbei erwirbt man auch nicht die Aktie selbst, es ist eine Wette auf den zünftigen Kursverlauf.

Wie hoch sind die möglichen Gewinne? Dies ist von Broker zu Broker sehr unterschiedlich, nicht selten werben die Broker mit Gewinnen von 60 bis 85 %. Bin ich also der Meinung, der Kurs einer Aktie steigt in den nächsten 30 Minuten, setze 100 Euro darauf und der Kurs ist tatsächlich gestiegen, so hätte ich einen Gewinn von 60 bis 85 Euro erzielt.

Anyoption ist die größte Plattform für Binäre Optionen weltweit, über 100.000 Mitglieder handeln hier jeden Monat. Der Broker ist sehr übersichtlich gehalten und bietet sehr viele Informationen, Anleitungen, Video und mehr zu den Binäre Optionen an.
BDSwiss ist in Deutschland der Marktführer bei Binären Optionen und dürfte dem ein oder anderen bereits aus der Fernsehwerbung bekannt sein. Auch dieser Broker ist sehr übersichtlich gehalten und Anfänger finden Sie hier sehr schnell zurecht.

Es muss bei Binären Optionen allerdings berücksichtigt werden, dass es sich hierbei um ein sehr spekulatives Finanzprodukt handelt. Liegt man mit seiner Entscheidung nicht richtig, weil sich der Kurs in die andere Richtung bewegt, wäre der Einsatz von 100 Euro weg.

Kleine Gewinne summieren sich zu einer großen Summe

Wer diesen Punkt berücksichtigt, reduziert das Risiko bei spekulativen Finanzprodukten deutlich. Es spielt dabei keine Rolle, ob ihr mit eurem Geld beim Aktienhandel, CFD Handel oder Binären Optionen spekuliert. Die Gier hat bei diesen Finanzprodukten nichts zu suchen.

Handelt lieber etwas konservativer und nehmt lieber kleinere Gewinne mit. Wenn ihr beispielsweise pro Tag einen Gewinn von 50 Euro erzielt, so summiert sich dieser Betrag bei 10 Tagen bereits auf 500 Euro.

Informiert euch jeden Tag über die Entwicklung der Finanzwelt

Spekuliert mit Aktien nur dann, wenn ihr über das aktuelle Marktgeschehen informiert seid. Nutzt hierzu die Möglichkeiten der Börsenberichterstattung wie der Telebörse von n-TV, der Aktionär TV oder der ARD Börse. Des Weiteren gibt es zahlreiche Informationsportale, welche sich mit der aktuellen Entwicklung an den Märkten beschäftigen.

Als Anfänger erst einmal Erfahrungen sammeln

Als Anfänger muss man sich erst einmal das nötige Basiswissen aneignet. Wenn euch die Broker ein Demokonto anbieten, so nutzt diese Gelegenheit. Dort könnt ihr die verschiedenen Finanzprodukte ausprobieren und am Handel teilnehmen. Es wird auch nicht ausbleiben, dass man auch mal eine Fehlentscheidung treffen wird und somit Geld verliert, selbst Profi-Trader liegen mit ihrer Entscheidung nicht immer richtig.

Zusammenfassung – Aktien am Tag kaufen und wieder verkaufen

Der einfache Zugang zur Börse ermöglicht auch Kleinanleger in Aktien zu investieren und diese an einem Tag zu kaufen und gleich wieder zu verkaufen. Möglichkeiten hierzu gibt es unter anderem durch den klassischen Aktienhandel, dem CFD Handel und mit Binären Optionen. Wer sein Geld in Aktien investieren möchte, muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass es sich hierbei immer um eine Spekulation handelt und auch Risiken vorhanden sind, welche zu Verlusten führen können, durch die höhere Risikobereitschaft wird man allerdings im besten Fall mit einer guten Rendite belohnt.

11 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Beim Aktienmarkt handelt es sich immer um eine spekulative Geldanlage, es sind hohe Gewinne möglich, aber auch die Risiken sollte man nicht unterschätzen. Deine Einstellung finde ich vollkommen richtig und auch verantwortungsvoll. Die Gier nach mehr Geld bzw. Gewinnen im Aktienhandel trägt maßgeblich dazu bei, dass man mitunter nicht nur sehr schnell viele Fehlentscheidungen trifft sondern man sehr schnell dein Geld auch verlieren kann.

  1. Hallo,
    ich bin zwar kein Fan von Trading (in welcher Form auch immer), aber ich kenne mich trotzdem ein bisschen aus.
    Du hast vergessen, dass man i.d.R. mit einer Margin handelt. CFDs, Futures, OptionsScheine etc.

    Hier kauft man Wertpapiere für 1.000€ und muss beispielsweiße nur 100€ eigenes Geld bereitstellen.

    Bei einem Kursrutsch kann das zwar extreme Nachteile haben, aber gehebelte Renditen sind immer schön.

    Das ganze Trading ist eigentlich nur ein Spiel mit dem Glück…

    Viele Grüße, Chris

    • Hallo Chris,

      mit dieser Form des Tradings lässt sich sicherlich sehr viel Geld verdienen. Aber wie du schon sagtest, die Nachteile sind hier sehr extrem. Es hört sich im ersten Moment sehr verlockend an, wenn man Aktien im Wert von 5.000 Euro kauft und nur 500 Euro selbst bereitstellen muss, steigt der Kurs, so sind die Renditen mehr als toll, geht der Kurs jedoch in die entgegengesetzte Richtung, so steht man plötzlich mit leeren Händen da und muss sogar noch Geld nachschießen. Gerade Kleinanleger sollten sich hier nicht blenden lassen.

      • Dafür gibt es doch bei den meisten Brokern mittlerweile den Trailing-Stopp. Ich gebe ein, ab welchem Kurs mir ein eventueller Verlust zu hoch wäre, dann schmeisst der Broker bei Erreichen dieses Kurses automatisch die Aktie raus (verkauft diese). Dann habe ich 10 Euro Gebühren, den Spread (Differenz zwischen Geld und Briefkurs) und die Differenz zwischen Kaufkurs und Trailing Stopp verloren. Das hält sich dann aber in Grenzen und man verliert mal 50-100 Euro. Vorteil: man kann auch mal beruhigt ohne Tablet PC und Kursabrufe ins Schwimmbad gehen dank Trailing Stopp.
        Seit Monaten gehen die Kurse am DAS, Tecdax, MDax stetig in die Höhe. Hier ein Minus zu machen, das ist schon ein Kunststück. Fast jede Aktie ging die letzten Monate irgendwann hoch und jeder konnte ein Stückchen vom Kuchen mitnehmen.

        Was will ich denn mit meinem Geld bei der Bank; krieg ich doch nix für. Lebensversicherung: ein Haufen Geld weg für wenig Zins, Staatsanleihen bei denen man was kriegt an Zins sind riskant (Italien, Griechenland z.B.). Wer sein Geld erhalten will und/oder sogar mehr draus machen will kommt an Aktien nicht vorbei.

        • Hallo Michael, sicherlich hast du mit deinen Argumenten vollkommen Recht. Das Trailing-Stopp sollte jedoch gut durchdacht sein und regelmäßig angepasst werden. Kommt es mal bei einer Aktie zu größeren Kursschwankungen in kurzer Zeit, so sollte man hier immer schnell handel, gerade wenn der Stop-Kurs mit einem niedrigen Wert schließt, die Aktie automatisch verkauft wird und kurze Zeit später nachbörslich der Wert wieder steigt, so bin ich diese Aktie los.

          Meine Prognose zum DAX: Ich möchte hier nicht von der nächsten Blase sprechen, jedoch wird es in den nächsten Monaten deutlich Rücksetzer geben, dann geraten wieder alle in Panik und der DAX pendelt sich bei 6500 bis 7500 Punkten ein. Spätestens wenn die EZB oder FED den Leitzins hebt, dann wird es Korrekturen geben. Achtung: Es handelt sich hierbei um keine Beratung bzw. Empfehlung!

          • Ja, Du hast Recht. Das mit dem Stopp will gelernt sein. Ich habe das jetzt erstmalig bei einer Aktie gemacht und wahrscheinlich den Stopp nach unten zu niedrig gesetzt, so daß es mich vielleicht in Kürz raushauen wird.

            Der Crash wird wahrscheinlich in irgendeiner Weise kommen; also besser ständig gucken was los ist und das die Aktien die man hat nicht abschmieren. Mein Ziel ist es jeden Tag mit einer Summe reinzugehen, einen zu erwischen der mindestens 1% hochgeht und dann gleich raushauen. Den Gewinn vom Tag auf meine Summe drauf und am nächsten Tag das gleiche Spiel. Habe bei Facebook (gut, daß ich nicht panisch wurde) und anderen gemerkt, wie anstrengend es ist, ständig Aktien verfolgen zu müssen. Wenn mein „‚System“ nur an 10 Tagen pro Monat funktioniert (Tage mit Verlusten werden sich nach dem was ich so von anderen gelesen habe und aufgrund meiner erworbenen Erfahrung mindestens mit denen aufheben die auch mal 4% -.5% oder mehr abgehen pro Tag ausgleichen. Das ist zwar auch ein Schneeballsystem, aber hoffentlich ein gutes. Was ich bislang auf den Teufel noch nicht rausbekommen habe ist, wie ich steuerlich behandelt werden würde, wenn ich dies „hauptberuflich“ mache und dabei ja nur mein Privatvermögen einsetze. Will man dann über die 25% Abgeltungssteuer plus Soli noch was von mir?

  2. Aktien gehören in die Kategorie der langfristigen Geldanlagen. Kurzfristig gehandelt ist die Aktie hochgradig gefährlich. Langfristig gesehen sind Verluste praktisch unmöglich.

    Kurzfristiges handeln an der Börse ist auch ein Hauptgrund dafür, warum Privatanleger kläglich versagen können. Das sollte dann doch Profis vorbehalten sein.

    Standartwerte unterbewertet kaufen und lange halten. Am besten über Jahrzehnte. Das bringt meiner Meinung nach immer noch die beste Rendite.

    • Theoretisch würde eine Aktie auch als langfristige Geldanlagen funktionieren. Sofern du einige gute stabile Werte im Depot hast und deren Unternehmen Jahr für Jahr eine gute Dividende ausschütten, so kann man hier eine gute Rendite erzielen. Aber auch hier muss man achtsam sein, besonders der Kleinanleger. Ein gutes Beispiels war hier die Dotcom-Blase 2000 oder die Immobilien-Kriese und dessen Folge. So brachen innerhalb weniger Wochen die Werte fast aller Aktien massiv ein. Daher sollte auch langfristige Anleger sich mindesten einmal am Tag einen Überblick verschaffen.

      • Das stimmt natürlich!

        Kleinanleger sollten auf Standardwerte wie z.B. Henkel, Deutsche Post usw. setzen. Diese Unternehmen schütten auch regelmäßig Dividenden aus. Am besten große Konzerne, welche die Grundbedürfnisse des Menschen befriedigen.

        Auch sollten breitgestreute Fonds oder ETFs nicht außer Acht gelassen werden. Das Risiko am besten breit streuen und damit Verluste begrenzen.

  3. Es wird immer Menschen geben die einem vom Aktienmarkt abraten und dafür unterschiedliche Gründe nennen. Ob dies nun wahr ist oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke, dass Menschen die nicht in den Aktienmarkt investieren, einen gewaltigen Fehler machen. Klar, es kann immer zu Kursverlusten kommen, aber langfristig ist man auf der sicheren Seite, dazu gibt es auch unterschiedliche Studien.
    Ich bin hauptberuflich Daytrader und würde jedem, der mit dem Daytrading beginnt, eine Ausbildung empfehlen. Firmen wie tradac.info/trader-ausbildung/traden-fuer-anfaenger bieten solchen Kurs kostengünstig an. Wenn es aber um das Thema Aktien geht, dann sind da einige Bücher und das „kostenlose“ Internet genug. Ich möchte dabei niemanden einen falschen Rat mit auf den Weg geben, aber mit ein wenig Durchblick sollte das für Jeden funktionieren. Einige Bluechips sind auch im Moment kostengünstig und versprechen langfristigen Erfolg.

    Alles liebe,

    Stefan

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